Fanfiction – Das Geheimnis des Kikuyu

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Level 10 – Die Pyramide

Der Wind hatte mein Haar aufs derbste zerzaust und ich schmeckte eine menge Sand in meinem Mund. Es war einfach ekelig.
Aber was tut man nicht alles, um die Welt zu retten?
   Jedenfalls kamen wir nach nur kurzer Fahrzeit, etwa einer halben Stunde, bei der Pyramide an, die uns der Typ von vorhin markiert hatte.
Sie war unbeschreiblich groß. Die Spitze war abgetrennt und die Pyramide sozusagen “abgestumpft“ .
   „Und da oben auf der Spitze soll das Kikuyu rumliegen?“, fragte Kitjes in die Stille.
Netty zuckte mit den Schulten.
„Kann ich mir ganz ehrlich gar nicht vorstellen. Man müsste es doch schon längst gefunden haben.“, meine Chrissi nachdenklich.
„Wer weiß...“, murmelte Lara.
   Wir machten uns also daran, die Pyramide zu erklimmen.
Aber das war gar nicht so einfach, wie wir uns das gedacht haben. Wir rutschten immer wieder hinab. Es war zum verzweifeln.
   Ich seufzte „Also nee Leute, meiner Meinung nach kommen wir SO nie da hoch. Da können wir uns dumm und dämlich klettern.“
Lara nickte „Ja, das seh ich auch so. Aber was sollen wir tun? Nach einer verborgenen Mechanismus suchen?“, fragte sie ironisch.
Netty schaute auf „Hey, das ist gar nicht mal so ne schlechte Idee.“
Wir schauten sie stirnrunzelnd an.
   Ich wollte gerade einen Kommentar ablassen, als das Funkgerät an Laras Hüfte piepste.
   „Ja? ~ Ah, du bist’s, was gibt’s? ~ Ja, das haben wir bemerkt... ~ Mhm ~ Nee, wir haben einen dieser ‘Yume’-Leute gefragt ~ ahja? ~ nee, wir kommen nicht weiter ~ hm ~oki, bis demnächst“, sagt sie, legte auf und befestigte das Funkgerät wieder an ihrer Hüfte.
   „So Mädels, das war Stevi. Er meinte, dass die von ‘Yume’ ihm eine art Falle gestellt haben – da sie ja wussten, dass er sich in ihren Hauptcomputer einhackt, haben sie diesen einfach mit falschen Infos gefüttert. Und wir sind ihnen direkt in die Falle gelaufen... Aber jetzt sind wir ja auf der richtigen Spur. Nun ja, Stevi hat auch keinen Schimmer, wie wir hier hoch kommen.“, erzählte Lara.
Wir schauten betreten zu Boden.
   „Ich schlage vor, dass wir uns mal hier in der Umgebung umschauen – vielleicht gibt es ja irgendeinen Hebel, der ne Geheimtür öffnet...“, meinte Kitjes.
Ja, eine Geheimtür... das ist wohl der letzte Grashalm, an den wir uns klammern konnten.
   Wir wendeten uns von der Pyramide ab und durchsuchten die nähere Umgebung. Wir drehten jeden Stein um und durchwühlten jeden der knochentrockenen Büsche.
   „So wird das nichts, es wäre besser, wenn wir uns trennen.“, sagte Netty.
Lara nickte „Gute Idee, du gehst mit Kitjes und Chrissi. Ich geh mit Canty. Wir treffen uns in einer Stunde wieder hier, ok?“
   Die Mädels nickten und so teilte sich unsere kleine Abenteuertruppe und beide gingen in verschiedene Richtungen.
Kaum hatten wir die anderen hinter uns gelassen hatten, stieß ich mit dem Fuß gegen etwas hartes, das halb mit Sand bedeckt war.
   „Au, mist. Was ist das?“
„Hm, sieht aus wie eine Steinplatte aus.“, meinte Lara.
Wir legten die Platte frei und es kam eine reich mit Hieroglyphen verzierte Bodenplatte zum Vorschein.
   Ich kniete mich nieder um sie näher zu betrachten. Meine Hände glitten über den in den Jahrhunderten rissig und bröckelig gewordenen Stein. Er fühlte sich seltsam brüchig an.
   Die Hieroglyphen stellten scheinbar irgendein Ritual dar. Aber man konnte kaum noch etwas von seiner Ursprünglichen Bedeutung erkennen. Ich hatte zwar die berühmteste Archäologin der Welt bei mir, doch Lara konnte mit dieser Platte auch nichts anfangen.
   Aber irgendwas sagte mir, dass diese Steinplatte wichtig ist.
Mit fiel auf, dass die Hieroglyphen kaum reliefartig waren, nur an einer Stelle in der Mitte. Lara schien das auch bemerkt zu haben und wir krabbelten auf allen Vieren zur Mitte der Platte.
   Dort war ein Vogel dargestellt.
„Lara, bilde ich mir das nur ein, oder ist da ein Loch im Auge des Vogels?“, frage ich zögernd.
   Lara nickte und drückte ohne zu zögern ihren Daumen in das Loch, an dessen Stelle eigentlich das Auge des Vogels hätte sein müssen.
In dem Moment in dem Lara ihren Daumen wieder zurückzog, ging ein leichtes Rucken durch die Steinplatte und sie fing an sich zur Seite zu schieben.
   Ich schrie kurz auf und war mit einem Satz weg von dem Ding.
Wir rappelten uns auf und riefen nach den anderen Mädchen.
Die waren gar nicht so weit weg und kamen schnell mit fragenden Blicken zu uns gelaufen.
   Lara grinste triumphierend und meinte „Wir haben etwas entdeckt... Hat jemand von euch ein Seil parat?“
Ich verneinte und schaute die anderen an. Aber sie schüttelten nur ihre Köpfe.
Chrissi lief zum Jeep zurück und kam bald darauf mit ein paar Seilen zurück.
   Wir befestigten sie und seilten uns nacheinander in die Tiefe der Loches, das die Steinplatte freigegeben hatte, hinab. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit in der ich dort herunterkletterte. Dann sah ich ein Licht. Lara musste unten angekommen sein und hat wohl die Taschenlampe angemacht.
   Bald war ich auch unten und schaute mich neugierig um. Hier unten war es merklich kälter als an der Oberfläche, aber trotzdem noch warm. Dazu kam die staubtrockene Luft, die hier scheinbar allgegenwärtig war. Kurz gesagt, es war durch und durch unangenehm hier zu atmen.
   Es dauerte nicht mehr lange bis wir vollzählig waren und jede eine Taschenlampe in der Hand hielt. Wir setzten uns in Bewegung und erforschten den geheimnisvollen Tunnel. Er ging nur in eine Richtung, deshalb konnte man sich schwer verlaufen.
   Nach einem kurzen Fußmarsch sah das aber ganz anders aus. Vor uns erstreckte sich ein schmaler Gang, von dem 7 andere Tunnel abzweigten.
   „Na toll, und was nun?“
„Ich bin für auszählen... eene meene Miste, es rappelt in der Kiste, eene meene Muh und raus bist du...“, schlug ich grinsend vor.
   Da die Mädels auch keine bessere Idee hatten, machten wir es auch so und letztlich blieb der dritte Tunnel von rechts übrig. Wir atmeten noch einmal tief durch und traten vorsichtig ein. Aber statt der erwarteten Speere, Messer, Äxte oder Pfeile war da nur ein weiterer Tunnel. Wir folgten ihm bis zu seinem Ende. Und auch da erwarteten uns keine Todbringenden Fallen. Erleichtert stellten wir fest, dass wir scheinbar den richtigen Gang gewählt hatten.
   Der Gang fing langsam aber stetig an steiler und niedriger zu werden. Schon bald krabbelten wir auf Knien, weil wir uns selbst gebückt nicht fortbewegen konnten.
   Der Schacht mündete in einen größeren Raum.
Die Luft hier war nicht so staubig wie in dem Tunnellabyrinth. Wir sahen uns etwas um.
An den Wänden befanden sich ebenfalls Hieroglyphen...
   „Wir müssen hier im Inneren der Pyramide sein.“, stellte Lara fest.
Sie betrachtete fasziniert die Innschriften.
   „Was bedeuten diese Hieroglyphen? Weißt du das Lara?“, fragte Netty.
Lara schüttelte den Kopf, während sie immer noch auf die Schriften starrte „Nein, sie sagen mir nichts. Ich kenne zwar einige, aber viele scheinen noch andere Bedeutungen zu haben. Ich kann jedenfalls keine logischen Sätze mit diesen Schriften bilden...“
   Ich wandte mich ab und suchte nach einem Ausgang. Eine Tür oder so was. Plötzlich hörte ich aus dem Nebenraum ein poltern und scheppern, als ob etwas schweres umgefallen wäre. Wir schreckten auf und starrten in die Richtung aus der das Geräusch kam.
Aber da war nur eine Wand.
   Ich trat näher und legte mein Ohr an den kalten Stein. Chrissi, Netty und Kitjes taten das gleiche, nur Lara beschäftigte sich noch mit den Runen.
   Ich hörte Stimmen. Erst nur ganz leise, aber dann wurden sie immer lauter. Es waren die Stimmen von 4 oder 5 Männern. Sie sprachen in einer Sprache, die ich nur schwer bis gar nicht verstehe – japanisch. Die Stimmen klangen aufgeregt und gehetzt. Hin und wieder fielen die Worte ‘Yume’ und „Shojo“ (jap. Mädchen).
   Ich sah die Mädchen fragend an. Sie schienen das selbe zu ahnen wie ich. Nämlich, dass die Männer im Nebenraum nur Leute von ‘Yume’ sein konnten und dass sie offensichtlich nach uns (und dem Kikuyu) suchen.
   Ich fing an die Wand abzuklopfen, auf der Suche nach einer geheimen Tür, einem Durchgang – irgendetwas.
An einer Stelle war die Wand etwas dünner, fast wie eine Lehmwand.
   Ich rief Lara „Was meinst du, können wir das bröckelige Ding da eintreten? Wir müssen in den Nebenraum!“
   Lara zog die linke Augenbraue hoch und holte kurzerhand zu einem Tritt aus. Sie traf, aber die Wand hielt stand. So versuchten wir es zu Zweit und nach ein paar Versuchen schafften wir es: wir durchbrachen die Wand und standen den Leuten von ‘Yume’ gegenüber. Die waren aber schon darauf vorbereitet, denn beim Durchdringen der Mauer sind wir nicht gerade leise vorgegangen. Sie richteten ihr Waffen auf uns und entsicherten sie mit einem Klicken.
   Ich schluckte. Es war wohl ein Fehler gewesen...
Lara fackelte nicht lange und zückte ihre Uzis.
   Noch bevor ich ein „Lara, bist du wahnsinnig?“ rufen konnten entbrannte ein hitziges Feuergefecht. Chrissi, Kitjes und Netty hatte ihren Schrecken auch schneller als ich verarbeitet und waren schon heftig am Feuern als ich mit eingriff.
   Wir konnten die 5 Männer überwältigen, da sie nicht mit einem Gegenangriff gerechnet hatten. Aber wir töteten sie nicht. Sie waren nach unserem Angriff zwar schwer verwundet, aber noch bei Bewusstsein.
   „Ihr wisst doch wo der vierte Teil vom Kikuyu liegt, los, raus mit der Sprache!“, zischte Lara.
Der kleinste von ihnen schien Lara zu verstehen und rümpfte missmutig die Nase.
   Die beiden fochten ihren stummen Kampf aus und schließlich überreichte der Mann ihr eine Karte, wenn auch äußerst widerwillig. Lara reichte sie mir und hielt weiterhin ihre Uzis auf ihn gerichtet. Ich schaute mir die Karte an „Ja, damit können wir etwas anfangen. Hier ist der genaue Weg zum Kikuyu beschrieben und eingezeichnet.“
   „Gut. Dann könnt ihr jetzt gehen. In der Wüste, etwa 10 Meilen nördlich von hier, wartet einer eurer Kumpanen. Ich glaube, er will abgeholt werden.“, sagte Lara mit einem humorlosen Lächeln.
Die Augen des kleinen Mannes weiteten sich „Was habt ihr mit ihm gemacht?“
   „Nichts, im Gegensatz zu den anderen Kerlen, die uns da aufgelauert haben.“
„Das werdet ihr bereuen“, schrie der Mann.
„Oh, werden wir noch sehen wer hier was bereut! Geht jetzt lieber, bevor die Sonne noch weiter wandert und euer Freund gar keinen Schatten mehr hat.“
   Die 5 Männer rafften sich auf und verließen den Raum. Wir sahen ihnen hinterher.
   „So, und was machen wir jetzt?“, fragte Chrissi.
„Am besten folgen wir den Anweisungen auf der Karte“, antwortete Kitjes.
„Und wenn das eine Falle ist?“, fragte Netty.
„Das Risiko müssen wir eingehen.“ .
Lara nickte zustimmend.
„Also dann, los geht’s!“
   Wir bahnten uns unseren Weg durch das Labyrinth. Vorbei an finsteren Schächten und unheimlichen Gräben.



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